„Wir müssen jetzt als Mannschaft zusammenstehen“

Matthias, habt ihr die Niederlage in Stuttgart aufgearbeitet?

Ginter: Wir arbeiten die Spiele immer auf und analysieren sie – unabhängig vom Ergebnis. Natürlich wissen wir, woran es in Stuttgart gelegen hat. Wir müssen einige Dinge verbessern. Gerade mit dem Ball tun wir uns momentan schwer. Da müssen wir ansetzen, um uns so viele Chancen wie möglich herausspielen zu können. Denn in Stuttgart haben wir wenige hundertprozentige Chancen gehabt.

Worauf kommt es in der jetzigen Situation an?

Ginter: Weniger reden, mehr machen. Wir müssen bei uns bleiben und wenig von außen an uns herankommen lassen. Wir haben in den zurückliegenden drei Spielen kein Tor gemacht. Wenn man keinen Treffer erzielt, kann man auch kein Spiel gewinnen. Das ist ganz einfach. Nicht nur in der Offensive oder in der Defensive – wir als gesamte Mannschaft müssen jetzt zusammenstehen und uns jede Chance hart erarbeiten. Ein bisschen Glück brauchen wir am Ende dann auch, um erfolgreich zu sein. Aber am Anfang steht die harte Arbeit.

Am Sonntag ist Borussia Dortmund zu Gast. Du hast mehrere Jahre für den BVB gespielt, bevor du zur Fohlenelf gekommen bist. Ist das Wiedersehen am Sonntag mit deinem Ex-Verein ein besonderes Spiel für dich?

Ginter: Ja, klar. Ich habe mit dem einen oder anderen in Dortmund auch noch Kontakt. Es geht am Sonntag aber weniger um mich, mehr um die Mannschaft. Die Zeit beim BVB ist Vergangenheit, ich fühle mich hier in Mönchengladbach sehr wohl, die Bedingungen hier sind sehr gut für mich. Deshalb versuche ich alles für Gladbach zu tun.

Wie blickst du auf das Spiel?

Ginter: Wir erwarten am Sonntag einen guten Gegner hier zu Hause. Wir wollen mit aller Macht versuchen, die Niederlagen- und Torlosserie zu beenden. Wir müssen jetzt zusammenstehen und dürfen uns nicht so sehr von den negativen Fakten beeinflussen lassen. Wir müssen uns alles hart erarbeiten.

Dortmund spielt am heutigen Donnerstagabend in der UEFA Europa League gegen Atalanta Bergamo. Glaubst du, das kann ein Vorteil sein?

Ginter: Ich glaube, wenn man in diesem Vier- oder Fünftage-Rhythmus ist, spielt die Belastung keine große Rolle. Das war für uns in der vergangenen Saison auch nicht so. Letzen Endes liegt es zu großen Teilen an uns und daran, wie wir die Dinge, die wir uns vornehmen, umsetzen können. Wir sind gut beraten, nicht so sehr auf Dortmund zu schauen, sondern sich mit uns zu beschäftigen.